Montag, 1. Dezember 2014

Drogenhandel dominiert Organisierte Kriminalität

Beim Kampf gegen die Organisierte Kriminalität in Niedersachsen haben es die Fahnder weiter an erster Stelle mit Rauschgifthandel zu tun. Dabei machten der Polizei unter anderem Clans der Mhallamiye-Kurden zu schaffen, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Montag bei der Vorlage des Lagebilds für 2013. Zurückgedrängt werden konnte die Rockerkriminalität, was vor allem auf das Vorgehen der Behörden gegen Banden wie die Hells Angel zurückzuführen ist. Deutsche und türkische Tatverdächtige dominieren die Organisierte Kriminalität.


Innenminister Boris Pistorius


Im vergangenen Jahr wurden in Niedersachsen 67 Ermittlungskomplexe zur Organisierten Kriminalität bearbeitet, ein Jahr zuvor waren es 77. Weniger Verfahren bedeuten aber nicht unbedingt einen Rückgang der Kriminalität, wie Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) am Beispiel des Menschenhandels erklärte. Hier gab es nur einen Ermittlungskomplex nach dreien im Jahr 2012.

«Wir dürfen nicht glauben, dass es weniger Straftaten gibt. Das Dunkelfeld ist sehr hoch und die Verfolgung ist schwierig.»


Um die Organisierte Kriminalität besser bekämpfen zu können, forderten Pistorius und Niewisch-Lennartz erleichterte Möglichkeiten zur Gewinnabschöpfung. Die Beweislast müsse umgekehrt werden, so dass Verdächtige mit unklaren hohen Geldeinkommen nachweisen müssten, dass das Geld aus legalen Aktivitäten stammt.

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