Donnerstag, 12. November 2015

Mafia-Prozess - 8 Jahre Knast wegen Kokainhandel

Bezirksgericht Bülach hat am Mittwoch einen Italiener (54) wegen Kokainhandels verurteilt. Vom Vorwurf, die Mafia unterstützt zu haben, wurde er freigesprochen.


Das Gericht verurteilte den Mann aus dem Zürcher Unterland zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren. Absitzen muss er davon allerdings nicht mehr viel: Der Unterländer ist bereits seit seiner Verhaftung im Februar 2011 hinter Gittern. Momentan befindet er sich im vorzeitigen Vollzug.

Er hat also die Hälfte der Strafe bereits hinter sich. Wird ihm bei guter Führung noch ein Drittel erlassen, dürfte er bald wieder auf freiem Fuß sein.


Beschuldigter wollte Geldtransporter überfallen

Wie das Bezirksgericht auf Anfrage bekannt gab, wurde der Mann wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und Vorbereitungen zu einem Raub verurteilt, weil er einen Geldtransporter überfallen wollte. Es bestätigte damit eine Meldung des Regionaljournal Zürich-Schaffhausen.


Staatsanwalt forderte härtere Strafe

Einen Freispruch erhielt der Beschuldigte dafür für den schwerwiegenden Vorwurf, Kontakte zur kalabrische 'Ndrangheta zu pflegen und Geldwäsche betrieben zu haben. Der Staatsanwalt wollte ihn auch dafür verurteilt sehen und verlangte vergeblich eine Strafe von vierzehneinhalb Jahren. Er will den Fall nun vor Obergericht ziehen. 
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