Freitag, 4. Dezember 2015

Mafia bediente sich jahrelang an Weltkriegsmunition

Das Wrack des italienischen Frachters „Laura Cosulich“, der 1941 vom britischen U-Boot „HMS Upholder“ vor der Küste Kalabriens torpediert und versenkt wurde, ist von italienischen Marinetauchern versiegelt worden: kein Zutritt mehr für die Mafia, die sich an der hoch explosiven Ladung bedient hatte …



Die „Laura Cosulich“ war auf dem Weg von Venedig nach Libyen als sie versenkt wurde. Laut offizieller Dokumente soll das Schiff mit harmlosen Waren unter anderem Textilien, Spirituosen und Werkzeugmaschinen beladen gewesen sein. In den 1970ern stellte sich allerdings heraus, dass das so nicht stimmte: Entdeckt wurden 1.500 Tonnen TNT und andere militärische Lieferungen für Truppen in Nordafrika, die in der offiziellen Ladung versteckt waren.

Die Entdeckung der explosiven Fracht blieb auch dem lokalen Mafia-Syndikat, der 'Ndrangheta, nicht verborgen und sie wusste diese für ihre Zwecke zu nutzen. Der Sprengstoff lag relativ leicht zugänglich in etwas mehr als 50 Metern Tiefe direkt vor der Haustür: Man bediente sich. Mafia-Taucher nutzten das Wrack als Unterwassersprengstofflager.

So kam es, dass italienische Mafia-Jäger in den 1990er und 2000er Jahren wiederholt Sprengstoff aus der „Laura Cosulich“ bei Mitgliedern der 'Ndrangheta fanden und beschlagnahmten. Zuletzt wurden im Februar 2015 acht Personen wegen Besitzes von TNT aus dem gesunkenen Frachter verhaftet.
So kam es, dass italienische Mafia-Jäger in den 1990er und 2000er Jahren wiederholt Sprengstoff aus der „Laura Cosulich“ bei Mitgliedern der 'Ndrangheta fanden und beschlagnahmten. Zuletzt wurden im Februar 2015 acht Personen wegen Besitzes von TNT aus dem gesunkenen Frachter verhaftet.

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