Freitag, 20. Januar 2017

"El Chapo" Guzmán - An die USA ausgeliefert

"El Chapo" Guzmán war einst der mächtigste Drogenboss der Welt. Ausgerechnet am Tag von Donald Trumps Amtsantritt hat ihn Mexiko nun an die USA ausgeliefert. Zufall?



Als Joaquín "Chapo" Guzmán in Handschellen in ein Flugzeug der mexikanischen Luftwaffe verfrachtet wurde, waren es noch genau zwölf Stunden bis zur Amtseinführung Donald Trumps als neuer Präsident der USA.

Mexikos Justiz überstellte den einstmals mächtigsten Drogenboss der Welt am Donnerstag überraschend von Ciudad Juárez nach New York, wo ihm wegen Mordes, Drogenhandel, organisierter Kriminalität und Geldwäsche der Prozess gemacht werden soll.



Seine Auslieferung just an diesem Tag, mehr als ein Jahr nach seiner jüngsten Festnahme im Januar 2016, kann man nur als Einstandsgeschenk für den neuen US-Präsidenten werten. Eine Geste des guten Willens. Aber weder ein Justizsprecher, noch der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto äußerten sich zu dem Zeitpunkt der Auslieferung.

Für Mexiko und den Kampf des Landes gegen das organisierte Verbrechen bedeutet die Abschiebung eine Zäsur: Sie wird zu einer definitiven Neuordnung der Kartell-Landschaft führen.

"Es wäre zu viel des Zufalls, um nicht an eine politische Geste zu denken", sagt Jorge Chabat, Politologe am Forschungsinstitut CIDE in Mexiko-Stadt. "Die Regierung will an die neuen Machthaber in Washington das Signal senden, dass man mit Mexiko verhandeln, dass es zumindest beim Thema Sicherheit eine fruchtbare Zusammenarbeit geben kann." Der südliche Nachbar könne ein guter Verbündeter sein, das sei nun die Botschaft.

Mexiko ist tatsächlich sehr daran gelegen, Trump gnädig zu stimmen. Der künftige US-Staatschef hat sich das südliche Nachbarland als eine Art Lieblingsfeind auserkoren, macht es für viele Missstände in den USA wie Arbeitslosigkeit und Drogenkriminalität verantwortlich und droht mit allerlei Sanktionen - von Strafzöllen bis Mauerbau. Die Auslieferung Guzmáns ist der Versuch, aus der Rolle des Prügelknaben herauszukommen.

Eine etwas andere Meinung vertritt der Sicherheitsexperte Alejandro Hope. "Peña Nieto gönnt Trump nicht den Triumph der Auslieferung von Guzmán". Der Drogenboss habe sich mit allen legalen Mitteln gegen die Überstellung an die USA gewehrt, aber der Rechtsweg wäre ohnehin in kurzer Zeit erschöpft und die Auslieferung unvermeidlich gewesen. "Da wollte man Guzmán doch lieber noch zu Obama schicken", so Hope.

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Mexiko bestritt, dass die Auslieferung im Zusammenhang mit der Trump-Amtseinsetzung stehe. "Das hat nichts miteinander zu tun", sagte Alberto Elías Beltrán. Am Donnerstag sei das letzte Rechtsmittel Guzmáns abgewiesen worden und laut den internationalen Verträgen hätte der Drogenboss unverzüglich überstellt werden müssen, so Beltrán.


Mittwoch, 18. Januar 2017

Wie rettet man Mafiakinder? Entzug von Sorgerecht

Es war im März 2011, als die Carabinieri den 16-jährigen Riccardo Cordì in die Aula des Jugendgerichts von Reggio Calabria führten.



Cordì hatte ein Polizeiauto gestohlen und beschädigt. Der Jugendrichter stutzte, als er den Nachnamen des Jungen las. Er hatte bereits andere Sprösslinge aus der Familie verurteilt. Die Gesichter der Angeklagten wechselten, die Namen blieben dieselben. Cordì ist der Name einer bekannten ‘Ndrangheta-Familie aus Kalabrien. Der Richter fragte sich: Ist es noch zu verhindern, dass der 16-jährige Riccardo dieselbe kriminelle Laufbahn einschlägt wie seine Brüder?

Roberto Di Bella ist seit 20 Jahren am Jugendgericht von Reggio Calabria tätig. „Wir waren überzeugt, dass eine Erziehung zum Mafioso genauso unterbunden werden muss, wie das Aufwachsen mit gewalttätigen, alkohol- oder drogensüchtigen Eltern“, sagt Di Bella. Mafioso zu werden, sei meist keine Entscheidung, sondern eine Frage des Erbes.

So wurde Riccardo Cordì der erste ‘Ndrangheta-Sohn, dessen Familie das Sorgerecht entzogen wurde. Seine Sozialprognose ließ erwarten, dass auch er früher oder später wegen schwerer Straftaten im Gefängnis landen würde. Di Bella verfügte, dass er außerhalb Kalabriens in einer sozialpädagogischen Einrichtung betreut wurde. Seit 2012 hat das Jugendgericht von Reggio Calabria etwa 50 Minderjährige aus Mafia-Familien entfernen und von Antimafia-Organisationen betreuen lassen. Zwölf Jugendliche haben das bis zur Volljährigkeit dauernde Programm abgeschlossen. „Bis heute ist keiner von ihnen wieder straffällig geworden“, sagt Enrico Interdonato.


Der Aktivist der Antimafia-Organisation „Addiopizzo“ kümmerte sich zwei Jahre lang um Riccardo. „Ich habe versucht, an seine wahre Identität heranzukommen“, sagt Interdonato. Er begleitete ihn zur Schule, vermittelte ein Praktikum und zeigte ihm ein Leben ohne die ‘Ndrangheta. Mit 18 Jahren kehrte Cordì nach Hause zurück. Er ist heute 20 Jahre alt und hat einen Job. 

Auch seine Mutter ließ sich von den Antimafia-Aktivisten beraten. Es sind die Mütter, die aus Sorge um ihre Kinder den Kontakt zum Jugendgericht suchen – einige ganz offen, andere heimlich. „Das ist vielleicht unser größter Erfolg“, sagt Di Bella. Schon etwa ein Dutzend Frauen hätten gebeten, ihre Söhne aus den Familien zu entfernen.

Auch andere Jugendgerichte in Italien haben Di Bellas Ideen aufgenommen. Im Justizministerium in Rom heißt es, das Programm werde geprüft. Und doch gibt es noch keine Gewissheit darüber, wie effektiv der Sorgerechtsentzug ist. Riccardo Cordì ist nicht wieder straffällig geworden. Weil er aber 2015 bei einem Fußballmatch Feuerwerkskörper warf und Polizisten beleidigte, bekam er ein zweijähriges Stadionverbot. Er muss sich regelmäßig bei der Polizei melden. Dass er den Absprung geschafft hat, kann heute niemand mit Gewissheit sagen.


Dienstag, 17. Januar 2017

Mafia-Killer Gaspare Spatuzza im Knast gestorben

Der Priester Marcello Cozzi berichtet in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „Il Giornale“, er sehe während der Gefängnisseelsorge „das Gesicht Kains“. Doch in einigen Fällen führe der Gefängnisaufenthalt tatsächlich dazu, dass die Killer kritisch über ihr Leben reflektierten, bereuten und eine intensive religiöse Bekehrung erlebten.




Cozzi ging auf den Mafia-Boss Gaspare Spatuzza ein, dem er die letzte Ölung zuteilwerden ließ. Spatuzza wird mit fast 50 Toten in Verbindung gebracht. Doch seine zwischenzeitliche Bekehrung sei „echt“, sagte Cozzi. Er berichtete, dass die Gefängniszelle Spatuzzas inzwischen wie eine Mönchszelle aussehe, angefüllt mit Gebetsbüchern und theologischer Literatur. Der Ex-Mafioso „lebt seit Jahren ein asketisches Leben“. Wenn der Priester ihn besuche, bäte Spatuzza ihn um das gemeinsame Gebet der Stundenliturgie.

Doch führe auch Buße und Reue die Ex-Killer nicht einfach zu einem Happy End, so der Priester, vielmehr seien sie weiterhin belastet durch ihre Erinnerungen und Alpträume.

Sonntag, 15. Januar 2017

Mafia-Boss nach jahrelanger Flucht festgenommen

Einen lang gesuchten Mafia-Boss haben italienische Fahnder geschnappt. Andrea Nizza, einer der 100 meist gesuchten Verbrecher Italiens, sei auf Sizilien gefasst worden, twitterten die Carabinieri. 



Der 30-Jährige war der Nachrichtenagentur Ansa zufolge seit 2014 auf der Flucht. Er gilt als Kopf des bewaffneten Flügels des Mafia-Clans Santapaola und war zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nizza wird für einen großen internationalen Drogenhandel verantwortlich gemacht.

Höhle des Horrors: „Mafiafriedhof“ entdeckt

Nach dem Tod eines alten Bosses scheint sich ein letztes Geheimnis der Mafia endlich zu lüften. Anfang Oktober des letzten Jahres ließ eine mysteriöse Quelle den Carabinieri von Monreale die Information zukommen, dass sich in den Bergen zwischen Palermo und Trapani eine 40 Meter tiefe Höhle befindet, in die sterblichen Überreste von mindestens 50 Opfern der Mafia liegen sollen. Die unbekannte Stimme gab den Beamten genaue Anweisungen, wie sie zum Eingang der Höhle gelangen können.



Um zur Höhle, in der damals die Mordopfer hineingeworfen wurden, zu erreichen, mussten die Carabinieri zuerst in ein tiefes Tal hinabgestiegen, um daraufhin auf schmalen Steigen eine unwegsame Bergflanke zu erklimmen. An diesem Ort, an dem man freie Aussicht auf die schönsten Ecken Siziliens genießt, könnte Licht in die letzten Geheimnisse des inneren Kreises der Cosa Nostra – jenem der Paten von Corleone Riina und Provenzano – gebracht werden. Auf dem Grund der Höhle fanden Carabinieri, Bergrettung und die Feuerwehr die menschlichen Überreste von 43 Personen, darunter zwei Jugendlichen.





Die Ermittler glauben, einen sogenannten „Mafiafriedhof“ gefunden zu haben. Laut ersten Erkenntnissen sollen die Knochenfunde aus dem Zeitraum von den Sechziger- bis zu den Achtzigerjahren stammen. Da es schwierig ist, die Leichen bis zu dieser Höhe zu schleppen, sind die Beamten der Meinung, dass die meisten Opfer an Ort und Stelle ermordet wurden.



Wühlt man in der Vergangenheit der Gegend um Roccamena und Corleone, fällt schnell auf, dass in den Siebzigerjahren, als die Mafiaclans großes Interesse daran hatten, beim Bau eines Staudammes „mitzuverdienen“, mehrere Männer, die entweder der Mafia im Weg standen oder zu rivalisierenden Cosa Nostra Clans gehörten, spurlos verschwanden. Am Ende konnten sich die Corleonesi, die später als capo dei capi bis zur Spitze der Cosa Nostra aufsteigen sollten, im Machtkampf durchsetzen.

In Roccamena „regierte“ bis zu seinem Tod im Juli 2016 der Clan um den Boss Bartolomeo Cascio, der zu den besonders treuen Weggefährten der Corleonesi um Totò Riina und Bernardo Provenzano gehörte. In dieser Zeit verschwanden mehr als 90 Personen spurlos. Erst Monate nach seinem Tod fand ein Mitwisser den Mut, die Ermittler zum „Friedhof der Mafia“ zu führen.


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Seit dem Bekanntwerden der Höhle suchten bisher 20 Personen, die frühere Familienangehörige vermissen, die Carabinieri auf, um sich einem DNA-Abgleich zu unterziehen. Selbst mehrere Söhne von Mitgliedern der Cosa Nostra wandten sich, in der Hoffnung von Angehörigen Notiz zu erhalten, an die Carabinieribeamten. Die Staatsanwaltschaft arbeitet am Fall mit Hochdruck und ist zuversichtlich, allen Toten der Höhle, und besonders den zwei Buben, einen Namen geben zu können.


Es kommt Licht in eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte der Cosa Nostra. Die Familien bekommen ihre ermordeten Angehörigen wieder, können ihnen ein christliches Grab geben und endlich mit der bitteren Vergangenheit abschließen.
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Samstag, 14. Januar 2017

Fetter Fang - zwei Mafiosi in Bozen verhaftet

Nach dem Überfall auf die Filiale einer Bank im Innsbrucker Stadtteil Hötting am Mittwoch sind am Freitag zwei Verdächtige in Arlay im französischen Departement Jura festgenommen worden. Die beiden italienischen Staatsbürger im Alter von 48 und 42 Jahren waren einem Beamten des Einsatzkommandos Cobra bereits einen Tag vor dem Bankraub in einem Restaurant in Innsbruck aufgefallen.



Die Verdachtsmomente gegen die beiden hätten sich nach einer Überprüfung des Landeskriminalamtes Tirol erhärtet, auch das von den Männern gefahrene Fahrzeug konnte identifiziert werden. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich auch heraus, dass die beiden Italiener bereits während der Sofortfahndung im Anschluss an den Überfall überprüft worden waren. Zu diesem Zeitpunkt war der Polizei allerdings das Kennzeichen des Fahrzeuges noch nicht bekannt, sagte Chefinspektor Albert Maurer der APA.

In Zusammenarbeit mit der Quästur Bozen gelang es, die Verdächtigten zu identifizieren. Auf Basis eines europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Innsbruck wurden die Männer schließlich am Freitag in Frankreich festgenommen. Ein Auslieferungsbegehren wurde gestellt, sagte Maurer. Wann die beiden Männer nach Tirol überstellt werden, könne er aber noch nicht sagen. Derzeit werde zudem ermittelt, ob Zusammenhänge mit weiteren Raubüberfällen in Österreich und im Ausland bestehen, hieß es aus dem Landeskriminalamt.


Die beiden Männer hatten die Filiale der Raiffeisenbank am Mittwoch überfallen. Einer der beiden Männer hatte eine Faustfeuerwaffe bei sich und bedrohte damit einen Angestellten. Zudem wurde ein Bankbediensteter durch einen Faustschlag ins Gesicht leicht verletzt. Die Täter erbeuteten Bargeld in Höhe eines fünfstelligen Betrages und flüchteten dann zu Fuß. Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung verlief erfolglos. Zum Tatzeitpunkt waren insgesamt sieben Personen in der Filiale, darunter eine Kundin.

Freitag, 13. Januar 2017

Razzia in Leipzig gegen Organisierte Kriminalität

500 Polizisten im Einsatz, über zehn Objekte durchsucht.

In Leipzig fand am Donnerstag ein massiver Polizeieinsatz statt, an dem über 500 zum Teil schwer bewaffnete Beamte beteiligt waren. Geleitet wurde er vom sächsischen Landeskriminalamt (LKA). Es geht um den Verdacht der Steuerhinterziehung und um Verstöße gegen das Waffengesetz. Gestürmt und durchsucht wurden über zehn Objekte, bestätigte LKA-Sprecher Tom Bernhardt.



Ein Schwerpunkt der Operation gegen das Organisierte Verbrechen war der Bereich der Eisenbahnstraße. Das Gebiet wird von den sogenannten United Tribunes (UT) beherrscht. Dabei handelt es sich um eine rockerähnliche Organisation von Bodybuildern, Kampfsportlern und Türstehern. Gegründet wurde sie 2004 von dem ehemaligen bosnischen Boxer Almir Culum aus Prijedor, der nach dem Ende des so genannten Balkankrieges nach Deutschland gekommen war. Inzwischen wurden in verschiedenen Bundesländer Chapter gebildet, die eine wesentliche Rolle in der Organisierten Kriminalität, also im Menschen-, Drogen und Waffenhandel spielen.



Zu den Ermittlungen wegen möglicher Steuerhinterziehung wollte sich das LKA nicht äußern. Zum Thema Waffenhandel wurde nur bekannt, dass in Leipzig eine größere Lieferung angekommen sein soll.

Im vergangenen Juni war es im Bereich der Leipziger Eisenbahnstraße zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der Rockergruppierung Hells Angels und den United Tribunes gekommen. In deren Verlauf war ein 27-Jähriger Anwärter des UT-Ablegers »Iron City« erschossen worden. Die aktuelle Polizeiaktion stehe damit nicht in Zusammenhang, erklärte das LKA, schloss aber nicht aus, dass man auch zu diesem Fall zusätzliche Erkenntnisse sammeln könne.


Sonntag, 8. Januar 2017

Gefährlicher Mafia-Boss in der Schweiz in Auslieferungshaft

Im März 2016 wurde in Visp ein wichtiges Mafia-Mitglied festgenommen. Wie die Schweizer Kantonalpolizei berichtet, sitzt der Mann seither in Sitten in Auslieferungshaft. Er wehre sich vehement gegen eine Auslieferung an die italienischen Behörden.



Das im vergangenen Frühling in Visp festgenommene Mafia-Mitglied habe als Boss des ’Ndrangheta-Clans Borghetto-Caridi-Zindato fungiert, welcher sich auf italienische Ermittler beruft. 2011 sei der heute 55-Jährige sowie sieben weitere Beschuldigte in Italien verhaftet worden.

Ihnen wurde damals zur Last gelegt, Stimmen für einen kalabrischen Kommunalpolitiker gekauft zu haben. Im Gegenzug sollte der Politiker der Mafia Posten und Aufträge besorgen. Nach mehrmonatiger Untersuchungshaft sei der Mafia-Boss 2013 wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der Mann habe diese Gelegenheit dazu genutzt, um abzutauchen.

Wie bekannt wurde, sei der Mann in Visp untergetaucht – mit einer Schweizer Aufenthaltsbewilligung. Erst im Frühling 2016 wurde der Mafia-Boss schließlich von der Walliser Kantonspolizei verhaftet, welche damit auf ein Auslieferungsersuchen der italienischen Behörden reagiert habe. Der Mann sitze seither in Sitten in Auslieferungshaft. Gegen die vom Bundesamt für Justiz bewilligte Auslieferung an die italienischen Behörden wehre sich der Mann allerdings mit allen Rechtsmitteln.


Donnerstag, 5. Januar 2017

Camorra jagt in Neapel Migranten - Schießerei

Zur Schießerei kam es kurz vor der Mittagszeit beim zu diesem Zeitpunkt stark besuchten „Mercato della Maddalena“ im Viertel Forcella von Neapel.



Die drei Händler– allesamt aus Senegal stammend und 38, 36 und 32 Jahre alt – zogen sich bei der Schießerei Verletzungen zu. Zwei von ihnen wurden nur von Splittern getroffen, während der dritte von einer Kugel schwer verletzt wurde. Nach Aussage der behandelnden Ärzte soll er aber nicht in Lebensgefahr schweben. Nach den ersten Schüssen brach in der belebten Straße sofort Panik aus und alle Passanten suchten schreiend und um Hilfe suchend das Weite.


Während Polizei und Carabinieri fieberhaft nach dem Urheber der Schüsse suchen, scheinen die Ermittler bezüglich des Motivs der Schießerei kaum mehr Zweifel zu hegen. Das Ziel des Pistolenschützen der Camorra soll ein Händler, der in der Straße einen Marktstand mit Handtaschen und Lederwaren betreibt, gewesen sein. Der aus dem Senegal stammende Händler soll sich geweigert haben, dem die Straße regierenden Clan der Camorra die fällige „Steuer“ zu entrichten.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Messe für Mafia-Boss in Süditalien abgesagt

Ein Gottesdienst für einen getöteten Mafia-Boss in Süditalien ist nach einer Welle der Empörung abgesagt worden. Die für gestern geplante Messe in der Ortschaft Grumo Appula nahe Bari traf auf breiten Widerstand des Bürgermeisters, der Polizei und der Kirchengemeinde. Der Priester Don Michele delle Foglie beugte sich dem Protest, kündigte aber an, Papst Franziskus um seinen Segen zu bitten.




Don Michele hatte vor einigen Tagen auf Bitten der Angehörigen des Mafioso Rocco Sollecito eine Trauerfeier in seiner Kirche angesetzt. Der 67-Jährige war im Mai im kanadischen Quebec getötet worden. Sollecito stammte aus Grumo Appula und galt als Chef der Mafia-Organisation ’Ndrangheta in Kanada. Der Polizeipräsident von Bari untersagte den Gottesdienst. Auch der Erzbischof von Bari sprach von einem „schwerwiegenden Skandal“ und verlangte eine Absage der Messe.


„Sünder verdienen Barmherzigkeit Gottes“

„Gottesdienste ehren nicht, sie erinnern“, verteidigte der Priester in mehreren italienischen Medien sein Vorhaben. Für ihn ist in der Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Sünder verdienen die Barmherzigkeit Gottes“, sagte er. Er wolle um eine Audienz beim Papst bitten, um ihm sein Anliegen vorzutragen.

Beim argentinischen Pontifex dürfte er aber schlechte Karten haben. Seit seinem Amtsantritt vor knapp vier Jahren wandte sich der Papst immer wieder mit klaren Worten gegen die Mafia. Im Juni 2014 erklärte er ihre Mitglieder für exkommuniziert und bezog sich besonders auf die ’Ndrangheta. Die Kirche und die Gläubigen forderte Franziskus auf, jede Nähe zu den Kriminellen zu vermeiden.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Strategie im Kampf gegen die Mafia

Von Jan-Christoph Kitzler

Der Kampf gegen die kalabrische 'Ndrangheta ist auch deshalb so schwierig, weil die Clans eine verschworene Gemeinschaft bilden. In den Familien werden schon die Kinder in die kriminellen Machenschaften reingezogen. Roberto Di Bella, Präsident eines Jugendgerichts, entzieht Mafiabossen das Sorgerecht und nimmt die Minderjährigen aus den Familien heraus.

In Kalabrien, ganz im Süden Italiens, findet gerade ein Experiment statt. Man versucht dort, den Kampf gegen die Mafia mit anderen Mitteln zu führen. Verhaftungen, Beschlagnahmungen, „law and order“, reichen nicht aus gegen die 'Ndrangheta, die kalabrische Version der Mafia. Sie gilt als die zurzeit mächtigste Form des organisierten Verbrechens, erwirtschaftet Untersuchungen zufolge über 50 Milliarden Euro Jahresumsatz: mit Drogen- und Waffengeschäften, Müllentsorgung und Bauaufträgen.



Die eigentliche Macht der 'Ndranghta aber sind die Familien. Sie halten zusammen. Und die Kinder der Clans sind der Nachwuchs. Auch deshalb drängt Roberto Di Bella, der Präsident des Jugendgerichts in Reggio Calabria, darauf, umzudenken:

"In den letzten drei Jahren haben wir unsere Verfahrensweise verändert. Wir nehmen den Mafiabossen das Sorgerecht und nehmen die Minderjährigen aus den Mafia-Familien heraus, dann, wenn ihnen offensichtlich Schaden zugefügt wird. Wir greifen also nicht ein, nur weil es eine Familie der Mafia ist, sondern wenn die mafiösen Erziehungsmethoden eine konkrete Gefahr für die psychophysische Entwicklung des Kindes darstellen."


Ein Versuch, den kriminellen Kreislauf zu durchbrechen

In den Clan-Familien wird schon kleinen Kindern beigebracht, wie man Kokain streckt, wie man schießt. Di Bella hat immer wieder minderjährige Killer vor sich. Wer die Kinder aus den Familien holt, so die Rechnung, der durchbricht den ewigen Kreislauf. Di Bella ist es leid, dass erst unweigerlich die Väter verurteilt werden, dann die Kinder und schließlich die Enkelkinder. Dass der Weg der Kinder der 'Ndrangheta vorgezeichnet ist.

Es ist ein Experiment: die Eltern verlieren das Sorgerecht, und ihre Kinder kommen dann zum Beispiel zu Enrico Interdonato – es ist gar nicht weit zu ihm, mit der Fähre nach Messina – aber es ist eine andere Welt:

"Ich benutze gern dieses Bild, diesen Scherz: Die Gesetzeshüter, die Polizei unterwandern die 'Ndrangheta mit verdeckten Ermittlern. Wir machen das Gegenteil, wir schleusen die Jugendlichen inkognito in die Antimafia-Welt ein. Dadurch haben die Jugendlichen eine Chance, ohne dass jemand ihren Nachnamen kennt. So können sie frei und spontan sein."

Die Kinder der 'Ndrangheta sollen einen fürsorglichen Staat kennenlernen, nicht einen, der nur Gewalt anwendet. Und sie sollen erfahren, dass ein anderes Leben möglich ist, auch wenn der Vater in einer Clanfehde getötet wurde, oder im Gefängnis sitzt.

"Frei eine Entscheidung zu treffen" bedeutet: Du kannst oder besser, du musst deinen Vater lieben. Auch wenn du ihn jeden Monat im Gefängnis besuchen musst, auch wenn er getötet hat, bleibt er dein Vater. Ich weiß, dass du ihn liebst und das ist richtig so. Doch es steht nirgendwo geschrieben, dass du auch dort landen musst."


Auch Mütter folgen dem Beispiel

Rund 30 Kinder haben sie schon aus den Familien geholt, den Eltern die Sorge entzogen. Dagegen gibt es Widerstand, vor allem von den Vätern. Roberto Di Bella, der Jugendrichter, kann sich nur mit Eskorte bewegen. Aber inzwischen gibt es ein paar Frauen, die ihren Familien den Rücken kehren, die für ihre Kinder eine andere Zukunft wollen als Tod oder Gefängnis, sagt Mimmo Nasone aus Reggio Calabria, der für die Antimafia-Organisation Libera arbeitet:

"In diesen Jahren ist etwas wirklich Revolutionäres passiert: Einige Mütter oder Ehefrauen dieser Mafiosi, aus Mafia-Familien, haben starke Gewissenbisse bekommen. Sie haben schon einen Preis bezahlt. Denn oft sind die Ehen in Mafia- oder 'Ndrangheta Familien hier in Reggio Calabria nicht der Liebe entsprungen. Oft sind es zwischen mafiösen Familien arrangierte Ehen, um Verbündete zu haben und die Macht zu stärken. Einige Mütter entscheiden, dass ihre Kinder nicht dieselbe Gewalt erleben sollen, die sie selbst erlebt haben."


Es ist ein zarter Anfang. Aber vielleicht lässt sich so der Kampf gegen die 'Ndrangheta doch noch gewinnen. Irgendwann.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Polizei stellt Mafia-Bauunternehmen unter ihre Kontrolle

Ermittler sprechen von schwerem Schlag gegen seit 1993 flüchtigen "Paten" Denaro. Er gehört zu den meist gesuchten Mafia-Paten Italiens.



Die italienische Polizei hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über drei Bauunternehmen übernommen, die in Verbindung mit dem seit 23 Jahren flüchtigen sizilianischen Mafiaboss Matteo Messina Denaro stehen sollen. Jahrelange Ermittlungen hätten ergeben, dass die Firmen zwei Mafia-Clans dazu dienten, mit Hilfe von manipulierten Angeboten an öffentliche Bauaufträge zu gelangen, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Montag, 12. Dezember 2016

Aufsteigender Camorra-Boss in Neapel erschossen

Ein aufsteigender Boss der Camorra, der Mafia in Neapel, ist am Sonntagnachmittag im berüchtigten Viertel Scampia auf offener Straße erschossen worden. Bei dem Opfer handelt es sich um den 30 Jahre alten Francesco Angrisani, der als wichtiger Teil des Camorra-Clans Vanella-Grassi gilt. Dieser Clan kämpft um die Kontrolle krimineller Geschäfte im Großraum von Neapel.




Fehde zwischen rivalisierenden Clans

Bei der Schießerei wurde auch ein 23-jähriger Vorbestrafter verletzt. Er befindet sich im Krankenhaus in Lebensgefahr, berichteten italienische Medien. Die Polizei ermittelt.

In Neapel ist schon seit Monaten eine Fehde zwischen rivalisierenden Clans der Camorra im Gange. Nachdem in den vergangenen Monaten mehrere prominente Bosse der Camorra festgenommen worden sind, hat eine junge Generation die Führung der kriminellen Geschäfte übernommen, analysierten Experten. Junge, skrupellose Kriminelle würden über ein riesiges Waffenarsenal verfügen. Ein beispielloser Krieg zur Kontrolle des Territoriums und der illegalen Aktivitäten wie Drogen- und Waffenhandel sowie Prostitution und Wucher tobe im Großraum von Neapel, der fast vier Millionen Einwohner zählt.


Festnahmen in Apulien

Zugleich wurden am Montag 58 Mafiosi im süditalienischen Apulien festgenommen. Sie sind Anhänger der lokalen Mafia-Organisation „Sacra Corona Unita“. Den Festgenommenen werden Drogen- und Waffenhandel, sowie mehrere Morde zur Last gelegt.


Die Sacra Corona Unita und andere apulische Verbrecherorganisationen sind der jüngste Spross der italienischen Mafia. Sie gehen auf traditionelle Schmugglerfamilien an der Küste Apuliens und andere kriminelle Gruppierungen zurück. Die italienischen Strafverfolgungsbehörden gehen von rund 95 Clans mit etwa 1.800 Mitgliedern aus.
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Montag, 5. Dezember 2016

57 Kilo reinstes Kokain der Mafia beschlagnahmt

Am Samstag hat die Straßenpolizei bei der Autobahn-Mautstelle in Sterzing einen grauen Multivan des Typs Hyundai H1 mit deutscher Kenntafel aufgehalten. In Inneren saß ein Ehepaar aus Fondi in der Region Latium, das aus dem ersten Blick keinerlei Verdacht erregte. Doch der Schein trügte.

Während der 52-jährige C. G. ursprünglich aus Savona stammt, ist seine Frau, die 45-jährige D. C. auch in Fondi geboren.



Ursprünglich hatte die Polizei größere Fahrzeuge im Visier, um zu verhindern, dass Flüchtlinge illegal über die Grenze gebracht werden. Obwohl sich keine weitere Person im Wagen aufhielt, wurden die Beamten dennoch stutzig. Zunächst waren der Mann und die Frau nicht die Besitzer des Fahrzeugs. Stattdessen war der Wagen auf einen Mann in Rastatt in der Nähe von Baden-Württemberg ausgestellt. Die Stadt liegt nur 22 Kilometer von Karlsruhe entfernt und befindet sich in der Nähe zur französischen Grenze.

Um sicherzustellen, dass das Fahrzeug nicht gestohlen worden war, kontaktierten die Ordnungshüter die deutschen Polizeibehörden.

Im Verlauf der Kontrolle verhielt sich der Mann sichtlich immer nervöser. Er beteuerte, dass er es eilig habe und seine Reise in Richtung Süden fortsetzen müsse. Allerdings konnte er keinen Grund für seine Eile angeben. Auch wie er in den Besitz des Wagens gekommen ist, konnte der Mann nicht plausibel erklären.
Er behauptete, in Frankfurt Freunde anlässlich des anstehenden Weihnachtsfestes zu haben und nun auf dem Rückweg zu sein.

Den Wagen, den er demnächst kaufen wolle, habe er von einem Konzessionär aus Rom erhalten. Um welchen Konzessionär es sich handelte, konnte der Mann jedoch nicht sagen.

Das Navigationsgerät im Fahrzeug förderte jedoch einen ganz anderen Streckenverlauf zutage. Demnach war der Mann am Freitag von Rom nach Rotterdam gestartet und befand sich nun wieder auf dem Rückweg nach Rom. Deshalb wurde das Fahrzeug in die Kaserne nach Sterzing gebracht.

Dort wurde unterhalb eines Hintersitzes ein kleiner Schnitt entdeckt. Als die Beamten den Stoffbezug hochhuben, entdeckten sie eine Schweißnaht. Schließlich ahnten die Ordnungshüter, was hinter dem Rätsel stecken könnte. Ein Drogenhund aus Padua, der zur Unterstützung der Polizeikontrollen auf dem Bozner Weihnachtsmarkt eingesetzt wird, wurde gegen 16.00 Uhr nach Sterzing gebracht. Der Hund schlug sofort an.

Das Fahrzeug wurde demnach weiter auseinander genommen, bis die Ordnungshüter auf eine Aluminiumplatte stießen, die mit vier Schrauben gesichert war. Das Teil war offensichtlich erst später eingebaut worden.

Als die Platte entfernt wurde, entdeckten die Beamten 56, 912 Kilogramm reinstes Kokain, das in 51 Packungen aufgeteilt war.

Für das Ehepaar klickten die Handschellen. Während der Mann ins Bozner Gefängnis gebracht wurde, landete seine Partnerin im Frauengefängnis in Trient.
Neben den Drogen wurden auch das Fahrzeug, vier Handys, zwei SIM-Karten, das Navigationsgerät, drei Führerscheine, die alle auf den Mann ausgestellt waren, und Bargeld in der Höhe von 1.400 Euro beschlagnahmt. Die polizeilichen Ermittlungen werden unterdessen fortgesetzt.



Sonntag, 4. Dezember 2016

Mord im Mafiastil in Hechingen

In Hechingen im Zollernalbkreis wurde auf ihn aus einem vorbeirasenden Wagen geschossen, als er sich vor einer Gaststätte befand. Aus einem fahrenden Auto heraus ist der deutschen Stadt Hechingen ein 22 Jahre alter Mann auf offener Straße angeschossen und tödlich verletzt worden. Der Täter ist auf der Flucht, die Hintergründe völlig unklar.



Auch kleinste Details würden zurückgehalten, um den Ermittlern nicht ins Handwerk zu pfuschen, heißt es am Morgen nach der Tat. Zu Spekulationen gebe man ohnehin keine Kommentare ab. Einer davon soll am Donnerstagabend aus einem fahrenden Auto heraus einen 22-Jährigen erschossen haben. Plötzlich fällt ein Schuss und trifft einen Mann, der vor dem Casino steht. "Das Sicherheitsgefühl der Menschen derzeit ist nachhaltig gestört", sagte Salomon: "Es gibt das Gefühl, dass man sich alleine, vor allem nachts, nicht mehr auf die Straße trauen kann".

Der 22-Jährige, zu dessen Identität zunächst nichts mitgeteilt wurde, starb noch am Tatort. Herbeigerufene Rettungskräfte versuchten vergeblich ihn zu reanimieren. Der Mann stand nach Angaben der Staatsanwaltschaft vor der Gaststätte "Ochsen" in der Altstadt. Der Schütze war in einem roten Kleinwagen unterwegs. Das Auto habe auf der linken hinteren Tür einen dunklen Fleck - möglicherweise ein Tierkopfaufkleber, ähnlich einem Tigerkopf. An die beiden Kickboxer etwa, die binnen weniger Monate in Bietigheim-Bissingen und Neu-Ulm vor ihren Wohnungen erschossen wurden.


Die Polizei in beiden Orten klingt am Freitag nicht sehr optimistisch, was die Aufklärung dieser Fälle angeht. Die Kriminalpolizei in Rottweil ermittelt. "Absolut keine Parallelen", sieht ein Sprecher zu dem Fall in Hechingen. Noch in der Nacht veröffentlichte die Polizei einen Fahndungsaufruf, bat um Hinweise und forderte Zeugen der Tat auf, sich zu melden. Dem wolle man entgegenwirken - und setze auf "sichtbare Präsenz". Die Bevölkerung in und um Freiburg sei verunsichert. 

Freitag, 2. Dezember 2016

Polizei fasst Mafiaboss Marcello Pesce

Er war bekannt als "der Tänzer" und galt als einer der einflussreichsten Mafiosi Italiens: In Kalabrien hat die Polizei Marcello Pesce gefasst. Der reagierte auf seine Festnahme gelassen.



Die italienische Polizei hat einen Mafia-Boss festgenommen, der sechs Jahre lang untergetaucht war. Marcello Pesce sei am Donnerstagmorgen in der kalabrischen Stadt Rosarno gefasst worden, teilte die Polizei mit. Als die Mafiajäger die Wohnung stürmten, habe Pesce im Bett gelegen und sei nicht bewaffnet gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Laut Polizei sagte Pesce, der in der Szene als "U Ballerinu" ("der Tänzer") bekannt ist, zu einem der Beamten: "Ich kenne Sie, ich habe Sie schon im Fernsehen gesehen."

Der Mafiaboss galt als Anführer des Pesce-Clans, der zu den einflussreichsten Clans der Mafia-Vereinigung 'Ndrangheta zählt. Die in der Region Kalabrien beheimatete 'Ndrangheta gilt als die mächtigste der italienischen Mafiaorganisationen.


Pesce war einer der meistgesuchten Kriminellen Italiens. Die Polizei veröffentlichte auf Twitter ein Video von der Festnahme und von dem Versteck Pesces in der Altstadt von Rosarno. Ansa zufolge wurden auch zwei Komplizen festgenommen.