Mittwoch, 13. April 2016

Holländischer Blumenhändler in Mafia-Geschäfte verwickelt

Ein Blumenhändler aus den Niederlanden soll in Mafiageschäfte verwickelt sein. Medienberichten zufolge hat der Verdächtige Drogen im Wert von mehreren Millionen Dollar, versteckt zwischen Schnittblumen, nach Italien transportiert. Ins Visier der Polizei geraten, hatten die Beamten daraufhin seine Geschäftsräume am berühmten Blumenmarkt der Royal Flora Holland nahe Amsterdam verwanzt.




Verdächtiger Blumenhändler bestreitet sämtliche Vorwürfe


Der beschuldigte Blumenhändler, der momentan im Gefängnis sitzt, bestreitet sämtliche Vorwürfe. Sein Verteidiger bezeichnete den Verdächtigen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ebenfalls als ehrlichen Geschäftsmann – der sein Leben lang lediglich legal mit Schnittblumen gehandelt habe.

Polizei und Staatsanwaltschaft sehen das jedoch anders. Medienberichten zufolge vermuten sie hinter dem vermeintlich legalen Blumenhandel des Verdächtigen lediglich eine geschickte Tarnung für die kalabrische Mafia – die sogenannte ‘Ndrangheta – um ihre Aktivitäten, Drogenschmuggel und Geldwäsche bis nach Übersee auszuweiten.


Familie des Blumenhändlers: Beziehungen zur Mafia?


Wie es in den Berichten außerdem heißt, unterhält die Familie des Beschuldigten im italienischen Siderno Verbindungen zur Mafia. Der verdächtige Blumenhändler selbst siedelte in den frühen 90er-Jahren nach Holland über, um dort sein Geschäft am Flora Holland-Standort in Aalsmeer zu etablieren.


Wie eine Sprecherin von Flora Holland gegenüber den Medien äußerte, war sich die Blumenversteigerung zu keiner Zeit bewusst, es im Falle des Verdächtigen mit einem gesuchten Mafia-Gangster zu tun zu haben.
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