Sonntag, 2. August 2015

Mafia Casino in Malta aufgeflogen

Italiens Polizei hat einem Angebot von Online Sportwetten den Kampf angesagt. Der Sitz des Netzwerks wurde in Malta festgestellt. Die Ermittler haben hierbei Verbindungen zur „Ndrangheta“ und zur sizilianischen Mafia festgestellt. Die Ermittlungen haben begonnen.


Mario Gennaro






Dieser Name dürfte den wenigsten bekannt sein, die Polizei vermutet hinter ihm den Drahtzieher des Netzwerks, welches illegale Glücksspiele und Online-Wetten anbietet. Bei einem Erstschlag wurden nun sechs Mitarbeiter der Betuniq auf Malta festgenommen und sie verbleiben 10 Tage in Haft, bevor es dann für sie nach Italien weitergeht. Bei der Betuniq handelt es sich um ein Unternehmen mit 1.500 Spielhallen und Wettbüros im italienischen Hoheitsgebiet. Dahinter steckt natürlich eine erhebliche Geldeinnahmequelle.

Die Lizenzen der Uniq Group Limited (Betuniq) wurde sofort außer Kraft gesetzt, jede weitere Aktion ist damit illegal. Auch die Betsolution4U Limited hängt hier scheinbar mit drin. Seit 2011 hatten sie sich einen beachtlichen Betrieb mit Glücksspiel aufgebaut. Die Gaming Authority Malta (MGA) wird den italienischen Behörden helfen die eigentlichen Hintermänner auszumachen. Wie immer geht es um Geldwäsche und Kriminalität im ganz großen Stil. Die MAG hat auch schon andere Regulierungsbehörden in der EU informiert, damit sie aufmerksam das Geschehen verfolgen können.






41 Verhaftungen und 2 Mrd. Euro

In Catalano sprach Richter Caterina den Haftbefehl für 41 Personen aus und es wurden Vermögenswerte von gut 2 Milliarden Euro beschlagnahmt. Gennaro sei einer dieser „neuen Menschen“ in Sachen Mafia. Er besorgte sich die Lizenzen für die Wettangebote und erweckte den Anschein eines legalen Unternehmens. Außerdem hat er Pokerturniere für seine Zwecke genutzt und zwar um in Malta Gelder reinzuwaschen.





Bei den Ermittlungen wurde festgestellt, dass der Mafioso gerne nach Malta reiste und sich dort bei Pokerturnieren vergnügte. Mit den Sportwetten ließ sich ebenfalls Geldwäsche betreiben, plus Steuerhinterziehung. Auch die GVM Holdings ist wohl als Treuhandgesellschaft darin verstrickt.
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