Donnerstag, 12. Februar 2015

Phishing-Mafia will an das Geld der Österreicher

Im vergangenen Jahr haben über 40% aller Östrerreicher von der IT-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab blockierten Phishing-Attacken die Finanzdaten von Nutzern im Visier gehabt. Im Vergleich zum Jahr 2013 entspricht das einer Steigerung von ca. 11 Prozent. Das geht unter anderem aus dem Report der "Financial Cyber-Threats" in 2014 von Kaspersky Lab 
hervor.




Die Cyberkriminellen missbrauchten bei 30 Prozent ihrer Phishing-Angriffe den Namen von Banken sowie von Online-Shops (fünf Prozent) und Bezahldiensten (sechs Prozent). Bei Phishing-Angriffen werden Nutzer dazu gebracht, sensible Informationen wie Zugangsdaten, Passwörter oder andere persönliche Informationen auf einer von Cyberkriminellen gefälschten Webseite einzugeben, die eine beliebte Online-Quelle imitiert - beispielsweise eine Bank, einen Online-Shop oder einen Bezahldienst.

Weltweit gesehen waren Finanzdaten von Nutzern weniger häufig im Visier von Phishing-Attacken als in Österreich, international waren es 29 Prozent. Rund ein Drittel aller Phishing-Attacken, die Namen vonOnline-Shops missbrauchen, wurden mit der Marke von Amazon durchgeführt. Apple (14 Prozent) und eBay (elf Prozent) folgen mit großem Abstand.


Direktangriffe auf Banken werden erwartet

Kaspersky Lab geht davon aus, dass Cyberkriminelle in Zukunft vermehrt Banken direkt attackieren werden und weniger deren Kunden. Im Jahr 2014 untersuchte Kaspersky Lab verschiedene Attacken, die sich nicht gegen die Konten der Nutzer, sondern vielmehr gegen die Banken selbst richteten.

"Unsere Experten haben im vergangenen Jahr einen Bankraub über ein Online-Bezahlsystem einer russischen Bank untersucht", so Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. "Dabei haben Cyberkriminelle über einen gezielten Social-Engineering-Angriff hohe Geldsummen direkt auf ihre eigenen Konten überwiesen."
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