Donnerstag, 5. Februar 2015

Strenge Kontrollen bei Mafia-Prozess in Lüneburg

Das Landgericht Lüneburg gleicht seit heute einer Festung. Vor dem Gebäude stehen Polizisten mit Maschinenpistolen, jeder Besucher muss durch eine Schleuse mit Metalldetektoren und im Gerichtssaal sorgen 15 Wachmänner für Sicherheit. Außerdem wurde eine schusssichere Glaswand installiert, die nicht nur die Angeklagten vor möglichen Angriffen schützen, sondern auch potenzielle Fluchtversuche verhindern soll. 




Anlass für diese Maßnahmen ist der heute begonnene Prozess gegen sechs Männer, von denen vier der russisch-eurasischen Mafia-Organisation "Diebe im Gesetz" angehören sollen. Sie sind wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt. Insgesamt sind 84 Verhandlungstage angesetzt, den Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft.