Mittwoch, 30. Oktober 2013

17 Mafiosi nach Hinweisen verhaftet

Auf der Grundlage von Hinweisen einer inzwischen getöteten Informantin hat die italienische Polizei am Dienstag 17 mutmaßliche Mafiosi der 'Ndrangheta verhaftet.

Ihnen würden unter anderem Mord, unerlaubter Waffenbesitz und Drogenhandel vorgeworfen, teilte die Polizei mit. Die Festnahmen erfolgten demnach in verschiedenen Regionen des Landes, von Kalabrien im Süden bis zur Lombardei im Norden.
 
 
 
 
Zu den Verhaftungen führten laut Polizei Aussagen der im Jahr 2009 im Alter von 35 Jahren getöteten Informantin Lea Garofalo. Sie habe den Behörden Hinweise zu den blutigen Machenschaften der 'Ndrangheta und insbesondere zu sieben Morden in den Jahren 1989 bis 2007 gegeben.
 
Lea Garafolo kurz vor ihrer Ermordung
 
 
Garofalo war nach ihrer Aussage zwar in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen worden, ihr früherer Lebensgefährte Carlo Cosco lockte sie aber unter Ausnutzung der gemeinsamen Tochter aus ihrer Deckung und tötete sie. Er lud sie in den Kofferaum seines Fahrzeuges und begrub sie in einer Kalkgrube. Erst im vergangenen Jahr wurde Garofalos Leichnam gefunden. Dass der Leichnam dennoch weitgehend erhalten geblieben war, ist einem Zufall zu verdanken.
 
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