Dienstag, 4. März 2014

Mafia ist "größter Konzern" Italiens

Die Mafia ist in Italien das Unternehmen mit dem höchsten Umsatz. Das organisierte Verbrechen erwirtschaftet laut einer Studie des italienischen Industriellenverbands Unimpresa einen Jahresumsatz von 180 Milliarden Euro und ist bei weitem der größte "Konzern" im Land.




Der Jahresgewinn beträgt über 100 Milliarden Euro, geht aus der Studie hervor. Die Mafia ist auch Italiens solideste Bank. Die organisierte Kriminalität kann mit einer Liquidität von 65 Milliarden Euro rechnen, so viel wie kein Geldhaus im Stiefelstaat zurzeit.

"In dieser Krisenphase ist die Mafia AG die einzige Struktur, die über liquide Mittel für Investitionen verfügt. Sie ist eine Holding, die den Markt zutiefst beeinflusst, die Preise bestimmt und Konkurrenten vernichtet", warnt der Verfasser der Studie Luigi Scipione, Mitglied des Unimpresa-Aufsichtsrats.

 In einigen Regionen Süditaliens habe die Mafia sogar eine Art Wohlfahrtsstaat entwickelt, von dem tausende Menschen leben. Scipione nannte Schutzgelderpressung, illegalen Geldverleih, Prostitution, Diebstahl, Betrug und Schmuggel als Hauptgeschäftsbereiche der kriminellen Organisationen.

Die Mafia bereichere sich immer mehr auch mit Produktpiraterie, illegalen Wettspielen und Bauten. Auch in der Lebensmittelbranche habe die Mafia in manchen Regionen Süditaliens die Kontrolle übernommen. So seien die Preise vieler Landwirtschaftsprodukte vom Organisierten Verbrechen bestimmt.


250 Millionen Euro mit Wucher und Erpressung kassiert


Täglich wandere ein enormer Geldstrom von den Taschen der italienischen Unternehmer und Kaufleute in jene der Mafiosi. 250 Millionen € kassiere die Mafia jährlich allein mit Wucher und Erpressung, geht aus dem Bericht hervor. Die finanzielle Krise und Kreditengpässe belasten viele Unternehmer, die zu Opfern von Wuchern würden. Eine Million Unternehmer und Kaufleute seien hinzu auf verschiedene Weise Opfer von Verbrechen, die direkt, oder indirekt mit der Mafia zusammenhängen.

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