Donnerstag, 27. März 2014

Italienische Mafia macht mit Müll Rekord-Umsätze

Die Zahlen geben Anlass zur Sorge: Die mafiösen Geschäfte der süditalienischen 'Ndrangheta sollen mehr Geld bringen, als viele Unternehmensriesen erwirtschaften. Die Mafia hat ein wahres Parallel-Universum errichtet.

Er wurde jetzt bei einer Razzia festgenommen und zeitweise aus dem Verkehr gezogen: Achille Marmo soll innerhalb eines 'Ndrangheta-Clans die Fäden gezogen haben. Das System prosperiert indes munter weiter.


Laut der Studie, die auf Dokumenten von Polizei, Justiz, Regierung und Parlament basiert, ist die Organisation mit 400 Führungsfiguren in 30 Ländern aktiv. Insgesamt seien aber weltweit rund 60.000 Menschen in die Aktivitäten der 'Ndrangheta verwickelt. Die Organisation, die sich aus einem Netzwerk von Familienclans zusammensetzt, stammt aus der süditalienischen Region Kalabrien und gilt als noch verschlossener und schwieriger zu durchdringen als die sizilianische Mafia.


Der Studie zufolge brachten der Organisation Erpressung und Wucherei im vergangenen Jahr 2,9 Milliarden Euro. Weitere 2,4 Milliarden Euro nahm sie durch Veruntreuung ein, während Glücksspiel 1,3 Milliarden Euro erbrachte. Waffenverkäufe, Prostitution, Markenfälschung und Menschenhandel kamen dagegen zusammen nur für insgesamt eine Milliarde Euro auf.

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