Freitag, 7. März 2014

Chefin von Bitcoin-Börse tot aufgefunden

Nach den Pleiten von zwei Bitcoin-Börsen erschüttert eine weitere Nachricht Anhänger der virtuellen Währung: Die 28 Jahre alte Chefin der Handelsplattform First Meta wurde tot in ihrer Wohnung gefunden.


Hier wurde die Leiche gefunden

Autumn Radtke, die an der Spitze der Firma First Meta stand, sei ermordet worden, teilte die Polizei in Singapur am Donnerstag mit. Hinweise führen nach Italien, wonach man annimmt, dass Mafiabosse große Summen über die Kunstwährung gewaschen haben und nun kaum noch Chancen haben, ihre Bitcoin-Guthaben in reales Geld umzuwandeln. Die Leiche der 28-Jährigen wurde demnach an einem Appartementkomplex auf dem Boden liegend gefunden. Herbei gerufene Rettungskräfte konnten nichts mehr tun.


Autumn Radtke


Radtkes Tod war zuvor auf der Internet-Seite von First Meta publik gemacht worden. Dort hieß es, die Mitarbeiter seien vom "tragischen Tod" ihrer Chefin schockiert. Über Umstände oder mögliche Hintergründe hielt man sich sehr bedeckt. Ein Mitarbeiter der US-Botschaft in Singapur bestätigte, dass Radtke US-Bürgerin gewesen sei.


Bitcoin in großer Krise

Mit dem Todesfall setzt sich die Reihe der negativen Schlagzeilen in Zusammenhang mit Bitcoin fort. Die virtuelle Währung steckt in ihrer bislang schwersten Vertrauenskrise, seit vor etwa drei Wochen die Handelsplattform MtGox, eine der ältesten und wichtigsten ihrer Art, den Betrieb eingestellt hatte. MtGox waren nach eigenen Angaben 750.000 Bitcoins von Kunden und 100.000 eigene Exemplare abhanden gekommen. Der Gesamtwert belief sich auf rund 350 Millionen Euro.

Am Dienstag stellte dann eine weitere Bitcoin-Plattform, die Firma Flexcoin mit Sitz in Kanada den Betrieb ein. Bei einer Attacke von Internet-Kriminellen seien 896.000 Bitcoins gestohlen worden, teilte Flexcoin mit. Da es keine Möglichkeit gebe, diesen Verlust auszugleichen, "schließen wir ab sofort unsere Türen".


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