Sonntag, 22. Dezember 2013

Italien feiert Erfolge im Kampf gegen die Mafia

Italien feiert Erfolge im Kampf gegen die Mafia. 1.047 Kriminelle wurden 2013 verhaftet, berichtete Innenminister Alfano am Samstag. Dazu zählen auch 160 Mafiosi - darunter vier Bosse -, die seit mehreren Jahren auf der Flucht waren. Zudem wurden über 6.000 Grundstücke sowie 388 Unternehmen mit einem Gesamtwert von zwei Milliarden Euro von der Polizei konfisziert.



Die Polizei hat ihre Offensive zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Interessen der Mafia verschärft. So wurden dieses Jahr Mafia-Besitztümer im Wert von 2,7 Milliarden Euro beschlagnahmt. Von den Konfiszierungen besonders betroffen war dieses Jahr die 'Ndrangheta, der Arm der Mafia in der Region Kalabrien. Von den Clans der 'Ndrangheta wurde ein Vermögen in Höhe von 806 Millionen Euro sichergestellt. "Wir haben dank eines verstärkten Angriffes auf die finanziellen Aktivitäten des organisierten Verbrechens exzellente Erfolge erzielt", betonte der Direktor der Anti-Mafia-Behörde DIA, Arturo De Felice, in Rom.

Innenminister Alfano betonte, dass die Zahl der Verbrechen in Italien rückgängig sei. Bei Diebstählen wurde ein Minus von 7,5 Prozent gemeldet, bei Überfällen ein Rückgang von 16 Prozent. "Wir werden uns stark dafür einsetzen, damit dieser Trend auch 2014 anhält", erklärte der Innenminister.

600 Millionen Euro werden im kommenden Jahr den Sicherheitskräften zur Verfügung gestellt. Der Einsatz der Polizei und der Carabinieri für die öffentliche Ordnung sei demnach relevant. Allein 2013 sei es zu 6.432 Demonstrationen von nationaler Relevanz gekommen, bei 351 gab es Ausschreitungen.