Freitag, 27. Dezember 2013

Mafia-Skandal kostet Bankaufseher den Posten

Bei der japansichen Großbank Mizuho muss Verwaltungsratschef Tsukamoto bis zum März sein Büro räumen. OB auch Konzernchef Sato gehen wird, bleibt offen. Eine Tochterfirma hatte Geld an die japanische Mafia verliehen. 

Der Mafia-Skandal kostet den Verwaltungsratschef der japanischen Großbank Mizuho den Arbeitsplatz. Takashi Tsukamoto werde sein Amt im März aufgeben, teilte das Kredithaus am Donnerstag mit. Zugleich kündigte Mizuho umfangreiche Änderungen bei der Aufsicht an.



Damit reagiert Japans zweitgrößte Bank auf einen Skandal um Geschäfte mit der Mafia, der die Bankaufsicht bereits zum zweiten Mal zu einer Rüge bewegte. „Wir müssen (...)unsere Firmenkultur ändern“, sagte Konzernchef Yasuhiro Sato. Auf die Frage, ob er ebenfalls seinen Posten aufgebe, antwortete er ausweichend.
Die für Verbraucherkredite zuständige Tochter Orient hatte in 230 Fällen Geld an die Mafia verliehen, die in Japan "Yakuza" heißt. Es handelte sich vor allem um Autofinanzierungen. Weil die Bank jahrelang nichts gegen diese Geschäftspraktiken unternahm, griff die Finanzaufsicht ein.