Dienstag, 18. November 2014

Italienische Polizei fasst 40 'Ndrangheta-Mitglieder

Die Mailänder Polizei hat 40 Verdächtige wegen Geldwäsche, Wucher, Erpressung und Korruption festgenommen. Die Mitglieder eines Clans der 'Ndrangheta, der Mafia in der süditalienischen Region Kalabrien, hatten in der Lombardei florierende illegale Geschäfte aufgebaut.



Die Festnahmen erfolgten in der Lombardei, in Verona (Region Venetien) und im sizilianischen Caltanissetta, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Ermittlungen wurden von der bekannten Mailänder Staatsanwältin Ilda Boccassini geleitet, die unter anderem Untersuchungen gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi geführt hatte.

Bei einer weiteren Razzia wurden 17 Mitglieder eines Clans der Camorra, dem neapolitanischen Arm der Mafia, festgenommen. Ihnen wird Drogenhandel, Erpressung und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Die Camorra-Mitglieder erpressten vor allem Unternehmer und Freiberufler, ergaben die Ermittlungen.


Staatsanwältin Ilda Boccassini



Die Mafia ist in Italien das Unternehmen mit dem höchsten Umsatz. Das organisierte Verbrechen erwirtschaftet laut einer Studie des italienischen Industriellenverbands Unimpresa einen Jahresumsatz von 180 Milliarden Euro und ist bei weitem der größte «Konzern» im Land. Der Jahresgewinn beträgt über 100 Milliarden Euro, wie aus der Studie hervorgeht. 
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