Freitag, 5. Dezember 2014

Mafia-Ermittlungen in Rom weiten sich aus

Roms Bürgermeister, Ignazio Marino, kündigte am Donnerstag an, alle verdächtigen öffentliche Aufträge zu überprüfen. Damit beauftragte er den Präsidenten der Anti-Korruptionsbehörde, Raffaele Cantone.


 Ignazio Marino


Dieser kann auf viel Erfahrung zurückblicken. So war er auch im vergangenen Juni zur Klärung der Skandale rund um die untransparente Vergabe von Bauaufträgen in Zusammenhang mit der Mailänder Weltexpo eingesetzt worden.

Bei den Ermittlungen geht es unter anderem um Korruption und Manipulationen bei Auftragsvergaben, sowie um Veruntreuung von öffentlichen Geldern. Der Skandal um die "Mafia Capitale" betrifft vor allem die Regierungszeit des damaligen rechtsgerichteten Bürgermeisters Gianni Alemanno, der bis 2013 im Amt war.

Aber auch die PD von Premier Matteo Renzi ist involviert, worauf dieser umgehend römische Parteispitzen entließ. Die römische PD wurde Parteipräsident Matteo Orfini anvertraut, der mit Aufräumarbeiten beauftragt wurde.


Die Ermittlungen werden von den Antimafia-Einheiten und dem Staatsanwalt Giuseppe Pignatone geleitet, der bereits in Palermo gegen die Mafia ermittelt hatte.
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