Freitag, 13. Juni 2014

Mexikanerin weiblicher Boss des Drogenkartells


 Eine Mexikanerin lädt fast täglich aufreizende Fotos in soziale Netzwerke hoch. Nun kam heraus, dass die 27-Jährige Boss einer Auftragsmörder-Gang sein könnte.




Eine Mexikanerin mit makellosem Gesicht, weißen Zähnen und ausladenden Kurven lädt über 1000 Fotos bei Facebook und Twitter über sich hoch, hat insgesamt über 150.000 so genannte Followers. Sie macht zeigt sich in Miniröcken und Bikini, mit teuren Taschen und luxuriösen Autos. So weit, so normal. Aber das sinnd immer wieder die Fotos mit Waffen, mit goldenen Strurmgewehren im Anschlag. Und mit dicken Bündeln Bargeld.

Das Besondere an dieser 27-jährigen Twitter-Schönheit ist, dass es sich laut mexikanischen Medien bei Claudia Ochoa Felix um den neuen Boss einer Auftragsmörder-Gang handeln könnte. Sie wird deshalb schon in Anspielung auf ihre Kurven als "Kim Kardashian der Drogenmafia" und als "Kaiserin von Antrax" bezeichnet.




Antrax – man hat sich offenbar nach dem tödlichen Milzbranderreger benannt – ist eine Untergruppe des zurzeit mächtigsten mexikanischen Sinaloa-Kartells, welches auch Europa mit Kokain versorgt. "Los Antrax" sind eine Gemeinschaft von Auftragsmördern, die Schmutzarbeit für dieses Kartell machen, das neben dem Drogenhandel auch im Menschenhandel und der Geldwäsche aktiv ist. Außerdem dienen "Los Antrax" als Leibgarde für Ismael "El Mayo" Zambada, der seit der Verhaftung von „El Chapo Guzàn“ im Februar als Führungsfigur des Sinaloa-Kartells gilt.


Geliebte des ehemaligen Antrax-Chefs

Laut dem mexikanischen Blog Noticias del Narco könnte Ochoa Felix den Spitzenplatz von José Rodrigo Aréchiga Gamboa eingenommen haben, dem ehemaligen Antrax-Boss. Dieser war Ende letzten Jahres in den Niederlanden am Amsterdamer Flughafen Schiphol verhaftet worden. Ochoa Felix soll die Geliebte dieses "El Chino Antrax" genannten 33-Jährigen gewesen sein.

Mitte Mai soll sie dann laut "Noticias del Narco" sogar knapp einem Mordanschlag entkommen sein, bei dem der Mörder aus Versehen die offizielle Freundin von "El Chino Antrax" getötet haben soll. Und nicht wie eigentlich geplant Ochoa Felix.
Der Blog "Noticias del Narco" ist dafür bekannt, besonders aktuell über den mexikanischen Drogenkrieg zu berichten, der schon über 100.000 Menschen das Leben gekostet hat. Deshalb war die Geschichte bereitwillig von lokalen Medien aufgegriffen worden und hat sich dann weltweit von den USA über Italien bis nach Deutschland verbreitet. Die ungewöhnliche Kombination einer schönen Frau, die womöglich in einem sehr hässlichen, knallharten Geschäft das Sagen hat, zieht.
"Lügen" und "Verleumdung"

Dass es sich dabei noch um Gerüchte handelt und es vielleicht keine handfesten Beweise für Ochoa Felix' Involvierung in die organisierte Kriminalität gibt, zeigt die Tatsache, dass mexikanische Staatsanwälte laut Medien vor Ort noch kein Verfahren gegen sie eröffnet haben. Dies könnte aber auch daran liegen, dass ein mögliches Verfahren gegen die "Kim Kardashian der Drogenmafia" sorgfältig vorbereitet werden müsste.




Die Dame selbst bezeichnete die Behauptung, sie sei eine Verbrecherin, auf Twitter als "Lüge" und "Verleumdung". Wie die Mutter dreier Kinder jedoch ihr äußerst luxuriöses Leben finanziert, wie sie an die Kriegswaffen und Geldbündel gekommen ist, die sie so bereitwillig vorzeigt, hat sie noch nicht erklärt. Sie schreibt auf Twitter nur, sie verdanke ihr Glück dem "Schicksal".

Das passt insofern, da auch ihr Nachname "Felix" auf Latein "vom Glück begünstigt" bedeutet. Auf einem besonders merkwürdigen Twitter-Schnappschuss hat sie einen offenbar nackten Jungen, den sie als ihren Sohn bezeichnet, sogar unter einem ganzen Berg von Geld begraben.




Sie könnte letztendlich dem menschlichen Trieb gefolgt sein, herzuzeigen, was man hat, und somit stolz mit Errungenschaften zu prahlen. So werden Verbrecher immer wieder nur überführt, weil sie ihre zweifelhaften Erfolge nicht im Stillen genießen, sondern anfangen, anderen davon zu erzählen. Auch der Totschläger und der Panzerknacker will mitunter für seine Fertigkeiten respektiert werden. Soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook bieten da neue, unmittelbare Möglichkeiten des Prahlens mit dem Ganovenruhm.
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